Lesung aus dem Roman "Gast in der Heimat" von Victoria Wolff - Freitag, 20. 5. 19.30 Uhr

Der Roman stellt dar, wie sich das vertraute Leben einer jüdischen Familie in einer schwäbischen Kleinstadt unter den Nazis radikal in Entfremdung und Feindschaft ändert.


Victoria Wolff wurde 1903 als Tochter eines jüdischen Lederfabrikanten in Heilbronn geboren und machte als erstes Mädchen 1922 am Realgymnasium (heute Robert-Mayer-Gymnasium) das Abitur. Sie verfasste Reportagen und Reiseerzählungen für renommierte Zeitungen und Zeitschriften, bereiste als Reporterin halb Europa und das revolutionäre Russland. 1932 veröffentlichte sie einen biographischen Roman über George Sand; weitere Romane über die Lebenswelten moderner Frauen folgten. 1933 emigrierte sie mit ihren Kindern aus Deutschland und ließ sich im Künstlerort Ascona nieder. Sie veröffentlichte nun vor allem in der Schweiz, musste das Land jedoch 1939 wegen ihrer illegalen schriftstellerischen Tätigkeit verlassen. Über Nizza und Lissabon gelangte sie 1941 in die USA, wo sie als Drehbuchautorin für Hollywood arbeitete.Sie starb 1992 in Los Angeles. Die Berliner Publizistin Anke Heimberg stellt den Roman vor, der 1935 erschien, 1936 von den Nazis verboten wurde und den sie 2021 neu herausgegeben hat. Der Roman stellt dar, wie sich das vertraute Leben einer jüdischen Familie in einer schwäbischen Kleinstadt unter den Nazis radikal in Entfremdung und Feindschaft ändert.


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