Dienstag, 14.April 26, Vortrag - Dr. Lucke "Das Zusammenleben von Juden und Christen in Lehren vor 200 Jahren" und Mitgliederversammlung
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Die in dem ehemaligen Ritterschaftsdorf Lehrenssteinfeld angesiedelten Schutzjuden bildeten vor 200 Jahren eine rührige Gemeinde von über hundert Mitgliedern und erhielten sogar von 1832 bis 1867 den Sitz des Rabbinats. Aus zahlreichen Amtsgerichts- und Gemeinderatsprotokollen lässt sich ab 1799 das jüdische Leben im Ortsteil Lehren um die Judengasse herum detaillreich rekonstruieren. Dabei erfährt man so manches, was man nicht vermutet hätte, von Streitigkeiten aller Art, zwischen Juden untereinander und Juden mit Christen. Wie haben es beide Seiten aufgenommen, als der Jude Gumbel Aron 1823 eine ortsansässige Christin beim Jägerhaus geschwängert hat? Er wurde Christ, zog zu ihr nach Steinsfeld und nannte sich Christian Steinsfelder. Waren Juden und Christen bis 1820 noch ungefähr gleich arm, so kann man am Bau der Häuser und an ihrem Auftreten ablesen, dass die Juden im 19. Jahrhundert reicher und selbstbewusster wurden. Das führte durchaus auch zu Konflikten, aber im Großen und Ganzen blieb das Verhältnis recht freundlich und friedlich.
Eintritt frei



















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